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Donnerstag, 3. November 2011Top of the Tops
Prozess-Informationen (ps oder pstree) und CPU- und Speicherauslastung eines Linux-Systems (top, vmstat oder free) gehören wohl zu den am häufigsten benutzten Kommandos eines Admin, der für Linux-Server verantwortlich ist. In den meisten Fällen schaut man nach einem SSH-Connect ja erstmal, was auf der Maschine so los ist, zu der man sich gerade verbunden hat.
Für mich ist das schon fast eine Obsession, schließlich bin ich Statistik-Fan. Neben dem auf jedem System vorhandenen top (welches man auch ganz gut anpassen kann) haben sich mit der Zeit noch ein paar andere Tools in meine tägliche Nutzung eingefügt, die auf keinem Server fehlen. Klarer Favorit und inzwischen nahezu 100%iger Ersatz für top ist für mich htop. Grafisch ansprechender aufbereitet zeigt es die Auslastung der einzelnen CPU-Cores live mit einem Balken an und fühlt sich generell irgendwie moderner an. Ein weiterer Vorteil ist, dass htop schneller startet als top, da top erst einige Daten sammelt. Weitere Unterschiede sind hier aufgelistet. In Debian und CentOS ist es aus der Distribution problemlos zu installieren. Das Schweizer Taschenmesser der "Tops" ist aber atop. Es zeichnet sich vor Allem dadurch aus, dass es deutlich mehr Statistiken und Daten liefert als top, nämlich z.B. "Disk Utilization" und "Network Utilization" je Prozess. Außerdem loggt atop periodisch diverse Systemparameter, die sich dann mit dem mitgelieferten Tool atopsar darstellen lassen. Dafür läuft dann allerdings permanent ein atop Prozess auf dem System. Wer keinen eigenen Dienst laufen lassen möchte oder atop nicht nutzt, die Systemlast aber trotzdem permanent überwachen möchte, kann sich atsar mal anschauen. Hier wird im Grunde wie bei atop der Zustand periodisch geloggt und man kann im sich problemlos die Loadavg oder Disk Utilization der letzten Tage anschauen. Weitere Live-Tools für diverse Anwendungsfälle, die ich häufig sinnvoll einsetze sind zum Beispiel apachetop, womit sich live sehen lässt, welche Dateien am häufigsten aufgerufen werden, oder iotop. Mit iotop kann man schön sehen, was gerade an I/O auf den Platten los ist und welche Prozesse dafür verantwortlich sind. Zum Schluss noch der Hinweis auf ein "grafisches" Tool auf der Shell, womit sich der Traffic von Netzwerk-Interfaces ziemlich gut darstellen lässt: nload. Hiermit sieht man recht gut, was gerade an Traffic über ein bestimmtes Interface geht samt Durchschnittswerten. Natürlich gibt es noch dutzende weiterer Tools. Hinweise oder Tipps in den Kommentaren dazu sind natürlich erwünscht Montag, 24. Oktober 2011Acer EasyStore H341 als NAS für SMB und AFP mit Ubuntu Server
Nachdem meine Synology DS207 mit ihren 2x1TB (RAID1) Platten zu klein und auch generell zu langsam wurde, musste eine Neuerung her. Möglichst auch mit Verschlüsselung und mehr Kontrolle über das eigentliche System. Denn neben den Änderungen von Apple in der AFP-Implementation und der Tatsache, dass ältere Netatalk-Versionen dann plötzlich nicht mehr mit Lion reden wollten, nervte die Abhängigkeit vom Hersteller Synology schon extrem. Klar, nach ein paar Wochen kam dann das Update, so dass TimeMachine und AFP wieder korrekt funktionierten, mit einer eigenen Lösung hätte man das aber deutlich schneller hinbekommen.
Also fiel die Wahl auf einen "Home-Server" mit Atom-CPU, konkret auf den Acer EasyStore H341. Das Gehäuse ist mit 4 HDD Plätzen ausgestattet, so dass ich in meiner Ausbaustufe mit 4x2 TB Platten (Seagate Barracuda LP, ST32000542AS) auf 8 TB Plattenplatz komme. Die Intel Atom D410 mit 2 Threads und 1.66 Ghz samt 2 GB RAM ist zwar nicht der Renner, erschien aber erstmal ausreichend. Leider verfügt das Board nur über einen einzigen LAN-Anschluss (Realtek, GBit). Viel schlimmer ist aber die Tatsache, dass kein VGA-Anschluss im Auslieferungszustand vorhanden ist. Somit ist es natürlich sehr schwer, andere Betriebssysteme als das bereits auf einer internen USB Disk (256 MB) vorhandenen Windows zu installieren. Abhilfe schafft ein optionaler VGA-Adapter (ca. 30 EUR bei Amazon), der samt Low-Profile-Adapter recht einfach in das Gehäuse gesteckt wird. Klappte hier sofort ohne Probleme. Außerdem sollte man wissen, dass nur USB und kein PS-2 vorhanden ist. Eine USB Tastatur sollte man also auch besitzen. Mit einem USB-DVD ging es dann also an die Installation. Testweise kam erstmal Freenas 7 zum Einsatz, welches locker auf die interne 256 MB USB-Disk passte. Da aber in Freenas 7 die AFP-Implementation leider veraltet ist, war dies wirklich nur ein kurzer Test. Keine Chance, TimeMachine lauffähig zu bekommen. Außerdem war mit Freenas 7 und einem verschlüsselten ZFS-Volume die Performance grauenvoll, was wohl an der schwachen CPU lag (nur gut 15 MB/s Durchsatz!). Mit der kürzlich veröffentlichten Version 8 von Freenas - von einem 2 GB USB-Stick gebootet - ging zwar AFP reibungslos, leider ist dort aber noch keine Verschlüsselung implementiert. Außerdem hat Freenas grundsätzlich das gleiche Problem wie eine "fertige" NAS, nämlich die Abhängigkeit seitens der Herausgeber. Daher fiel die Wahl nach den ganzen Freenas-Experimenten zuerst auf Debian Squeeze. Der Kernel wollte aber leider nicht mit der Hardware zusammenarbeiten (USB ging nicht, somit auch keine Tastatur etc.), so dass dann doch Ubuntu Server zum Einsatz kam. Hier lief die Installation sofort problemlos und die Hardware wurde komplett erkannt. Bei der Installation entschied ich mich wegen der schwachen CPU ohne Hardware-AES-Support gegen komplett verschlüsselte Platten. Es kommen nunmehr mehrere "kleine" Crypto-Container mit je 1-10 GB zum Einsatz, die an die entsprechenden Stellen gemountet werden. Somit sind nur wirklich wichtige Sachen verschlüsselt und die Performance passt. Die Platten wurden in einem Software-RAID10 zusammengefasst und mit ext4 formatiert. Wegen der hohen Schreibrate durch Backups etc. erschien das hier als die bessere Wahl gegenüber RAID5, zumal 4 TB netto immernoch genug Speicherplatz sind. Zur Performance später mehr. Nach der Installation des Grundsystems ging es an die Serverdienste. Hier standen in erster Linie AFP für die Macs und Samba für die Windows-Kisten zur Debatte. Samba war leicht konfiguriert, schließlich sollten nur 2-3 Shares eingerichtet werden. Die Nutzer wurden jeweils als normale Linux-User eingerichtet, wogegen sich dann die Dienste authentifizieren. Ein wenig schwieriger war hingegen die Installation von netatalk für AFP. Wegen der Kompatibilität musste es unbedingt die neueste Version 2.1.1 sein, die natürlich nicht in der Distribution verfügbar war. Zum Glück stellt Stefano Rivera auf Launchpad fertige Pakete der neuesten Version für Ubuntu bereit, die sich problemlos installieren ließen. Ein paar Shares inklusive TimeMachine waren dann schnell eingerichtet und es funktionierte sofort problemlos. Und zwar genau so, wie ich es wollte, also mit Freigaben auf Gruppen- und Userebene. Dank "avahi-daemon" wird die NAS auch von Macs als Server erkannt und kann direkt im Finder angesprochen werden. Außerdem wird die NAS noch als OpenVPN Gateway benutzt, was auch problemlos geht und unter Freenas schon ein kleiner Krampf war. Zur Überwachung kommt mdadm samt smartd zum Einsatz, womit sich Festplatten-Ausfälle zeitnah erkennen lassen sollten. Im Idealfall können ja in der RAID10-Konstellation sogar 2 der 4 Platten ausfallen. Zur Performance kann ich mich weitestgehend positiv äußern. Nachdem der initiale Raid-Sync nach 30h (!) abgeschlossen war, erreiche ich bei lokalen Tests mit "dd" eine Schreibrate von über 140 MB/s im groben Schnitt. Via AFP sind es über GBit-LAN immernoch ausreichende 60 MB/s im Schnitt. Zu SMB liegen keine Messwerte vor, langsam erscheint es aber von Windows-PCs aus nicht. Das sind Werte, von denen ich mit der alten Synology-NAS nur träumen konnte. Klar, die CPU könnte schon stärker sein. Bei simultanen Zugriffen merkt man schon, dass das der Flaschenhals ist. Für den Heimbereich oder, wie bei uns, im Büroeinsatz ist das Gerät aber ansich durchaus zu empfehlen. Denn für unter 500 EUR inkl. Platten hat man eine redundante, einigermaßen flotte und komplett selbst verwaltbare NAS-Lösung mit einem Linux-System, was sich perfekt anpassen lässt - so regeln z.B. diverse Cronjobs via "rsync" bei uns das Backup auf entfernte Server etc. Ansich also eine durchaus empfehlenswerte Lösung. Es soll wohl einen Nachfolger (?) namens von Acer H342 geben, der dann eine Dualcore CPU hat. Scheint aber nur in den USA verfügbar zu sein. Zumindest gab es nirgends konkrete Infos oder Preise. PS: Sollte Interesse an der konkreten Config unserer NAS bestehen, reichen wir diese gern nach und freuen uns über Kommentare. Freitag, 18. März 2011OATH One-Time-Passwörter mit Apache mod_authn_otp samt iPhone-App
Ein äußerst interessantes Projekt ist das Apache-Modul mod-authn-otp, womit sich Einmal-Passwörter gemäß dem RFC 4226 erzeugen lassen. Damit kann man hervorragend kritische Logins absichern oder Usern nur temporären Zugriff auf einen Loginbereich erlauben. Weitere Infos dazu gibt es auch auf der offiziellen OATH-Website.
Zuerst besorgt man sich den Quelltext von der Google-Code-Page des Projektes. Anschließend wird via ./configure; make modules ein .so Modul erzeugt, welches sich in Apache2 einbinden lässt. Mittels OTPAuthMaxLinger wird die maximale Gültigkeitsdauer eines Logins festgelegt (dies ist nötig, da das HTTP-Protokoll "stateless" ist). Hier eine Beispiel-Konfiguration:
Zur Benutzung legt man eine spezielle .htpasswd-File nach der Vorlage hier an, welches man vorher in der Modul-Config unter OTPAuthUsersFile hinterlegt hat. Der Clou ist jedoch die Tatsache, dass man mit der iPhone-App "OATH Token" (AppStore-Link) nach Eingabe des Shared Secrets entsprechende Einmal-Passwörter generieren kann. Wer nicht im Besitz eines iPhone ist, kann z.B. für 9,90 EUR ein kleines Gerät namens OTP C200 erwerben, welches die Passwörter ebenfalls erzeugen kann. Natürlich wäre es auch möglich, mit dem Algo aus dem RFC eigene Software dafür zu schreiben, uns hat aber die iPhone-App am besten gefallen. Mittwoch, 16. März 2011SSD im MacBook Pro und zu wenig Speicherplatz? OptiBay hilft!
160 GB Plattenplatz sind heute nicht mehr wirklich viel, für eine SSD sind aber größere Kapazitäten immernoch unverschämt teuer. Ein paar HD-Filme, Audiofiles oder dicke RAW's aus der DSRL und die SSD ist voll. Dabei ist es gerade für Fotos oder Filme nicht wirklich relevant, ob diese mit 200MB/sek oder 50 MB/sek gelesen werden können, wenn man sie nur normal anschauen will.
Als ich von der Lösung hörte, eine 2,5" HDD an die Stelle des Superdrive in das MacBook Pro einbauen zu können, musste ich nicht lange überlegen. Denn das ist die ideale Lösung, um das Problem der kleinen SSD umgehen zu können. Das Superdrive war eh fast nie in Verwendung, brennen oder rippen kann ich notfalls ja noch auf mit den Laufwerken aus anderen Rechnern wie dem MacMini. Nach einiger Recherche im Netz über die sogenannten "OptiBays" war ich erstmal erstaunt, was da für Preise aufgerufen werden. Immerhin ist es eigentlich nur ein Plastik-Teil mit ein wenig Metall ohne eigene Chips oder Programmlogik. Da erschien mir der Preis von 99$ für das MCE OptiBay (die Referenz der OptiBays) deutlich zu hoch. Irgendwie etwas seltsam, wenn ein Adapter teurer ist als die darin befindlich Platte. Auf eBay gab es auch diverse Angebote, oft empfohlen wird auch das Kit von hardwrk.com. Letztendlich entschied ich mich aber für ein Kit von mac-optibay.de, was mit 44,90 EUR inkl. Versand zwar auch noch kein Schnäppchen, aber deutlich günstiger als die Konkurrenz ist. Schließlich braucht man ja auch noch eine Festplatte dazu. Hier entschied ich mich für eine WD Scorpio Blue mit 750 GB und 5400 RPM zum Preis von rund 85 EUR bei Amazon. Auf die Geschwindigkeit kam es mir hier nicht so sehr an, wohl aber auf die Lautstärke. Denn mit SSD ist man es nicht mehr gewohnt, bei normaler Nutzung irgendein Geräusch aus seinem MacBook Pro zu hören. Mehr zur Performance der Platte später, denn erstmal ging es natürlich an den Einbau bzw. den Erhalt der bestellten Ware. Denn mit dem Brief aus den Niederlanden mit dem OptiBay daran gabs bereits die erste Enttäuschung: Das Teil schien offenbar gebraucht zu sein und war einfach nur schlecht verpackt, wie man auf dem Foto sehen kann. Eine Anleitung lag nicht bei, ebenso kein Schraubendreher. Immerhin gab 4 Schrauben zum Einbau der Festplatte dazu, die man aber nicht wirklich braucht. Denn die Platte wird nur "eingesteckt" und dann mit dem beiliegenden Plastikteil fixiert. Normalerweise hätte man das Ganze sofort zurückschicken sollen, denn so eine Lieferung ist schon eine kleine Frechheit. Aber da man das Teil ja anschließend nicht mehr sieht und ich ganz heiss auf den zusätzlichen Speicher war, entschied ich mich für den Einbau. Der Hersteller ist übrigens "Fenvi" aka "Shenzhen Fenvi Electronic Technology Co., Ltd." aus China. Dank der Anleitungen auf ifixit.com bzw. des MCE-Einbauvideos ging der Einbau eigentlich halbwegs gut über die Bühne. Ein wenig unschön ist allerdings die Tatsache, dass man die WLAN-Antenne samt Empfänger-Chip abbauen und ein wenig zur Seite "schieben" muss, aber auch das geht. Ansonsten sind nur einige wenige Schrauben am Superdrive zu entfernen, das Optibay selbst hält nur mit einer Schraube im MacBook Pro. Das ist aber kein Problem, da es ziemlich passgenau ist. Nach dem anschließenden Neustart funktionierte erfreulicherweise das WLAN noch und auch die neue HDD wurde sofort erkannt. Mit zusätzlichen 750 GB steht nun endlich genug Platz zur Verfügung, die SSD konnte ich direkt entrümpeln und dort wieder 100 GB freimachen. Prinzipiell ist ein Optibay also eine sinnvolle Sache, wenn man mehr Speicher braucht, bei mac-optibay.de sollte man es allerdings vielleicht nicht unbedingt bestellen. Wichtig ist noch der Hinweis, dass im Normalfall die Garantie erlischt, wenn man derartige Umbauten vornimmt. Allerdings gibt es für Apple wohl kaum eine Möglichkeit, dies nachzuvollziehen, wenn man es ordentlich macht und das Superdrive im Problemfall wieder zurückbaut. Alternativ kann man den Umbau auch bei einem Apple-Partner machen lassen, um die Garantie auf jeden Fall zu behalten. Auf Wunsch gibts übrigens auch externe Gehäuse für das Superdrive zum Anschluss via USB 2.0 mit dazu, das habe ich mir aber erspart, da ich wie schon erwähnt das Superdrive nur 2x im Jahr benutze. Abschließend noch ein paar Worte zur WD Scorpio HDD, von der ich ziemlich angetan bin. Sie ist nahezu unhörbar bei Aktivität, verbraucht wenig Strom und ist dank Advanced Format (was von OS-X ja zum Glück unterstützt wird) mit 750 GB wunderbar groß. Auch die Performance von rund 90 MByte/sec beim Lesen und Schreiben ist mehr als ausreichend für eine 2. HDD im MacBook Pro und für eine 5400er HDD ein ziemlich guter Wert. Hier noch die Auswertung eines Benchmarks (AJA System Test) bei deaktiviertem Cache: ![]() Mittwoch, 2. März 2011Lion im ersten Test
Im Sommer soll Mac OS X Lion erscheinen und die besten Sachen von iOS vom iPad bzw. iPhone auf den Mac bringen. Dass man das unter Umständen als "Poweruser" nicht will, ist wieder eine andere Geschichte!
Dennoch kann man Lion recht angenehm benutzen, das Launchpad ist ja nur auf Wunsch sichtbar und auch weitere iOS-Sachen wie das inversive Scrolling kann man deaktivieren. Umgekehrtes Scrolling macht eigentlich mit der Maus keinen Sinn, mit deinem Touchpad oder halt auf dem iPad sieht das schon anders aus. Jedenfalls für mich eines der verwirrendesten Feautures in Lion. Eine gute Sache hingegen ist das neue Mail, das deutlich an Übersichtlichkeit gewonnen hat. Generell sieht das neue Interface von Lion mit seinen eckigen Buttons sehr schick aus und ist dank Aqua weiterhin sofort als Mac OS erkennbar. Die aus iOS bekannten "overlay Scrollbars" sind in Ordnung, einen Mehrwert stellen Sie allerdings nicht wirklich dar. Schick sind die "Popovers", die vermehrt zum Einsatz kommen. Weitere Neuerungen stellt Apple auf developer.apple.com vor. iCal wurde auch überarbeitet und bietet nun endlich auch eine Jahresansicht. Leider sind dort offenbar aber keine Termine zu erkennen. Da wäre es schön gewesen, wenn die Tage mit Terminen irgendwie hinterlegt sind. Aber das kommt vielleicht in der Final noch. Neue Termine kann man nun im Wortlaut anlegen, so führt die Eingabe von "nächsten Montag 19:00 Essen" dazu, dass ein solcher Termin angelegt wird. Das funktionierte in ersten Tests wirklich gut und gefällt. Versionierung bietet die Möglichkeit, auf frühere Versionen eines Dokumentes zu springen. Quasi wie Timemachine für Dokumente. Allerdings muss das Programm diese Technik unterstützen. Die Hoffnung, dass Apple hier vielleicht auf Snapshots ala ZFS oder gar ein neues Filesystem setzt, hat sich leider nicht bestätigt. Es kommt weiterhin HFS+ zum Einsatz, für die lokale Versionierung wird ein "mtfs" mit der Größe der normalen Festplatte angelegt. Ob die Sicherung bitweise funktioniert bzw. wie sie generell funktioniert, kann mit Sicherheit noch nicht gesagt werden. Das System ist aber hoffentlich effizienter als die Sparsebundle-Login von Timemachine. Im Hintergrund läuft für die Versionierung der Dienst "mtmd" bzw. "mtfs", der bisher bei einigen Nutzern hin und wieder für volle CPU-Auslastung sorgt. Jetzt meldet sich das System bei uname -a nun mit "Kernel 11.0.0" und 64Bit: Darwin Lion.local 11.0.0 Darwin Kernel Version 11.0.0: Sat Feb 19 19:29:29 PST 2011; root:xnu-1699.21.15~1/RELEASE_X86_64 x86_64Unter Snow Leopard sieht das so aus: Darwin mbp 10.6.0 Darwin Kernel Version 10.6.0: Wed Nov 10 18:13:17 PST 2010; root:xnu-1504.9.26~3/RELEASE_I386 i386 i386 Weitere Neuerungen in Lion, vor Allem am UI, hat Oliver von aptgetupdate.de ganz gut zusammengefasst. Es gibt aber sicher noch viele Sachen, die man in 1-2 Testtagen auf einer virtuellen Maschine nicht mitbekommt. So kann ich auch wenig über die echte Performance sagen. Alle Systemdienste und Apple-Programme außer iTunes (!) laufen nun auch nativ im 64Bit-Modus. Dass iTunes nicht erneuert wurde ist hingegen eher schwach. Hier muss dringend mal eine Frischzellenkur her! Als Fazit würde ich bisher sagen, Lion ist "ok". Mehr aber eigentlich auch nicht. Ein wenig mehr hatte ich mir ehrlichgesagt erhofft, vor Allem "unter der Haube". Klar, die Versionierung ist in Ordnung, Mail ist besser etc. aber irgendwie klingt das bisher nach 10.6.7 als nach 10.7. Aber bis zur Final ist ja auch ein wenig Zeit. Auf Wunsch kann ich in der VM gern Sachen testen, die euch interessieren. Tipps oder Entdeckungen in den Kommentaren sind ebenfalls ausdrücklich erwünscht. Montag, 28. Februar 2011Open Web Analytics besser als Piwik? Leider nicht in Sachen Performance!
Statistik-Tools gibt es viele, leider fehlt uns immernoch ein richtig guter Ersatz für Google-Analytics, der auf dem eigenen Server auch nur ansatzweise so performant läuft, wie es GA in der Google-Wolke tut. Nachdem Piwik aufgrund mangelnder Performance in der Vergangenheit leider nicht überzeugen konnte bekam kürzlich OWA (Open Web Analytics) eine Chance, sich zu beweisen. Als Härtest musste eine gut besuchte Seite mit mehreren mio. PI am Tag herhalten.
OWA stellt sich auf den ersten Blick genauso dar wie Piwik, das heisst ein PHP-Frontend mit MySQL-Backend sowie die Erfassung der Statistiken durch Einbindung eines JavaScripts in die Zielseite. Kennen wir ja von Google Analytics, das System ist auch durchaus einfach zu implementieren. Optional kann man die Statistiken auch direkt via PHP erfassen, wir nehmen aber für den Test die JS-Variante. Leider funktionierte der Login im Backend mit Safari nicht, unter Firefox jedoch problemlos Im Vergleich bietet OWA ein sehr interessantes Feauture, das Piwik vermissen lässt, nämlich das sogenannte "Event Queueing". Damit ist es möglich, die Logdaten nicht direkt in die MySQL-Datenbank, sondern in ein normales Logfile (die Queue) schreiben zu lassen. Anschließend kann man dann per Cronjob oder manuell durch einen PHP-CLI-Aufruf die Analyse dieses Logfiles starten. Das klingt auf den ersten Blick nach einer eventuellen Lösung für die Performance-Probleme, die OWA wie Piwik beim direkten Schreiben der Logs in die Datenbank hat. Denn auch bei OWA stieg die Serverlast trotz optimiertem MySQL und einer recht potenten Serverbasis (Dual Dualcore Opteron mit 2.6 GHz, 8 GB RAM, Linux, Lighty mit Fast-CGI und xCache) die Loadavg innerhalb weniger Minuten auf über 100.0 und der Server wurde unbenutzbar. Dies ist einfach den tausenden Requests pro Minute geschuldet, die die Datenbank einfach nicht weggeschrieben bekommt. Genau dieses Verhalten stellte sich ja damals auch bei Piwik dar. Mit der Event-Queue blieb die Last im Rahmen (Loadavg unter 2.0), das Plaintext-Logfile wird also schnell geschrieben und der Lighty bekommt die vielen PHP-Anfragen gut abgearbeitet. Wie allerdings Kollisionen beim gleichzeitigen Zugriff auf das Logfile verhindert werden, ist unklar. Im schlimmsten Fall könnte das File dann zerstört werden, schließlich passiert dies ja auch alles via PHP. Man müsste man den Code durchsehen, ob da konkret Locking benutzt wird oder wie das nun genau funktioniert. Im Test wurde das File zumindest recht problemlos geschrieben, in 10 Minuten sammelten sich so um die 250 MByte im Log an. Diese Daten galt es nun auszuwerten, wofür man "php cli.php cmd=processEventQueue" auf der Shell bemüht. Im Hintergrund wird das aktuelle Log dabei in ein Tempfile verschoben und ein neues Logfile begonnen, so dass es während der Auswertung nicht zu Datenverlust kommt. Eine nette Logik, schließlich muss man die Auswertung regelmäßig anstoßen, idealerweise dann als Cronjob. Wo wir auch schon beim größten Nachteil von OWA wären: Die Auswertung ist furchtbar langsam! Für die 250 MByte aus 10 Minuten Logging in die EventQueue brauchte OWA zur Analyse über 30 Minuten bei guter Datenbank-Auslastung und mäßiger Serverlast (Loadavg um 4.0). Teilweise verhing es sich offenbar auch in einer Endlosschleife, so dass man den Prozess killen musste. Und jeder weitere Durchlauf war deutlich langsamer als der vorherige, da in der MySQL-DB ja immer mehr Daten bewegt werden mussten. Dass es keinen Sinn hat, wenn die Auswertung der Daten länger dauert als der eigentliche Erfassungszeitraum war, ist wohl klar Fazit: Auch OWA ist für den Einsatz bei Seiten mit hohem Traffic nicht benutzbar, da hilft auf die EventQueue nicht. Der Ansatz mit dem Logfile ist dennoch gut. In der Benutzung und im Interface ähnelt es Piwik ziemlich, Piwik gefällt aber ingesamt besser und stellt sich aufgeräumter dar. Eine Alternative für GA ist also weiterhin gesucht ... Freitag, 4. Februar 2011Angedockt: MacBook Pro im Dock von Henge Docks
So ein Dock ist eigentlich eine wirklich gute Sache. Meine Ex-Dell Notebooks zumindest habe ich eigentlich ganz gerne im Dock betrieben, da man sich die tägliche Neu-Verkabelung von LAN, Strom, USB und VGA damit sparen konnte. Nach dem Umstieg auf ein MacBook Pro vermisst man das auch ein wenig, denn trotz Cinema-Display muss man mehrfach täglich mindestens 3 Kabel an- und abstecken (Strom, Display-Port und USB). Außerdem sieht es immer ein wenig unordentlich aus, wenn die Kabel so auf dem Tisch zu sehen sind.
Einen Workaround dafür bietet der US-Hersteller Henge Docks an. Deren Docks nehmen sowohl das kleine MacBook als auch alle Varianten des MacBook Pro hochkant (!) in einem Plastikständer auf. Ein echtes "Dock" ist es eigentlich nicht wirklich, da es keinerlei Anschlüsse nach außen stellt. Wie auch, dem MacBook fehlen ja echte Dock-Anschlüsse auf der Unterseite, wie sie z.B. Dell-Notebooks haben. Also muss man seine normalen Kabel im Dock befestigen. Dies geschieht mittels Inbusschrauben. Je nachdem, was man für Anschlüsse nutzen möchte, gilt es also diverse Kabel im Dock zu befestigen. In meinem Fall zur Nutzung an einem Apple Cinema-Display sind dies also USB, Strom und Display-Port. Dies ist auch schon ein recht großer Nachteil an der Sache, denn will man ein anderes MacBook an diesem Display betreiben, muss man natürlich die ganzen Schrauben lösen. Ansonsten passt das MacBook Pro ziemlich gut in das Dock und lässt sich leicht herausnehmen bzw. reinstecken. An die Optik gewöhnt man sich, dennoch ist die Lösung im Hochkant-Modus ein wenig "strange". Das SuperDrive funktioniert in der Stellung offenbar problemlos inkl. Auswurf nach oben, intensive Tests wurden allerdings nicht durchgeführt. Probleme gibt es allerdings auch, so funktionierte beim Test mit einem "Display-Port zu DVI Adapter" die Erkennung des Monitors teils nur sporadisch. Der Monitor blieb teilweise einfach aus. Abhilfe schaffte dann nur die etwas nervige Prozedur, das MacBook herauszunehmen, aufzuklappen, den Monitor anzustecken, das 2. Display zu konfigurieren und dann wieder in das Dock zu stecken. Dass das keinen Spaß macht, kann man sich ja denken. Mit dem Cinema-Display gibt es allerdings keinerlei Probleme, das wird stets erkannt. Ein weiteres Problem gab es mit Bluetooth, konkret brach die Verbindung zur MagicMouse oft ab. Außerhalb des Docks gab es diese Probleme nicht. So richtig nachvollziehbar ist das Problem technisch allerdings nicht, da laut ifixit.com der BT-Empfänger in der rechten oberen Ecke sitzt. Und diese Ecke steht ja oben aus dem Dock heraus. Insgesamt aber ein ganz nettes Dock für das MacBook [Pro] (und wohl auch das eizig derzeit verfügbare Modell) mit einigen Schwächen bzw. Designfehlern, die aber natürlich auch daran liegen, dass Apple die Nutzung im Dock nicht wirklich vorsieht. Samt Zoll und Versand nach Deutschland ist unser Test-Dock für rund 90 EUR bei Henge Docks aus den USA zu haben. Montag, 31. Januar 2011Schlecht zu Fuß: Das MacBook Pro und die Gummifüße
Heute ist es mal wieder so weit, dass ich Apple verfluche und tatsächlich in Erwägung ziehe, keine Computer mehr aus diesem Hause zu kaufen. Morgen sieht das sicher wieder anders aus, zumal auch andere Hersteller derartige Probleme habe. Aber der Reihe nach:
Das erwies sich leider als Tagtraum. Ein nette, wenn auch mit mangelhaften Deutsch-Kenntnissen ausgestattete, Dame an der frecherweise kostenpflichtigen Apple-Care Hotline sicherte mir zu, dass der lokale Apple-Partner um die Ecke die Füße da hat und i.d.R. auf Kulanz gratis tauscht. Das klang toll. Leider wusste der Apple-Partner davon nichts und versicherte mir, dass es die Gummifüße nicht einzeln gibt. Abhilfe schafft wohl nur eine neue Unterseite, die mit mindestens 80 EUR einschlägt. Das erschien mir irgendwie zuviel für einen fehlenden Gummifuß. Immerhin "friemelte" der nette Herr einen Gummifuß von einem defekten Unibody-MacBook Pro ab und gab ihn mir mit. Der passte jedoch nicht, da man die Füße nicht unbeschadet aus einem intakten Unterboden herausbekommt - warum auch, schließlich ist das sicher nicht vorgesehen. Aus Frust folgt ein weiterer kostenpflichtiger Anruf bei Apple-Care. Diesmal hatte ich einen netten Mann am Telefon, der sogar meine Sprache konnte. Ironischerweise versicherte er mir ebenfalls, dass es die Füße nicht einzeln gibt und äußerte ein wenig Unverständnis über die Aussage seiner Kollegin von vorher. Selbstverständlich sind solche Sachen übrigens nicht von Apple-Care abgedeckt, wäre ja auch zu schön gewesen. Jetzt hatten sie mich tatsächlich so weit, dass ich für 80 EUR beim lokalen Partner einen kompletten neuen Unterboden bestellen wollte. Schließlich habe ich hier ein MacBook Pro für über 2000 EUR rumliegen und es kann wohl nicht angehen, dass dieses Teil auf dem Tisch kippelt. Doch der Schock folgte beim optimistisch getätigten Bestell-Anruf für den Unterboden. Ich sollte mein MacBook Pro dann mal vorbeibringen und könnte es in einer Woche wieder abholen. Hallo, gehts noch? Die Apple-Richtlinien erfordern es explizit, dass das MacBook Pro die ganze Zeit dort bleibt. Meine Vorstellung war allerdings, dass ich einfach den neuen Unterboden bekomme und diesen dann selbst montiere. Die 10 Schrauben dafür bekomme ich gerade noch verarbeitet. Eine Woche ohne mein Arbeitsgerät mit all seinen Daten drauf sind eigentlich unmöglich. Ende vom Lied ist jetzt, dass ich den geschenkten Gummifuß nun soweit mit Feile und Schere bearbeitet habe, dass ich ihn mit Sekundenkleber ankleben konnte. Ob und wie lange das hält kann man leider nicht wissen. Auf jeden Fall mal wieder nicht gerade ein Service-Highlight von Apple. Bei dem Preis für Apple-Care eigentlich eine Frechheit. Donnerstag, 27. Januar 2011Zentraler Loghost mit Komprimierung auf Filesystem-Ebene dank ZFS
Viele unserer (Web)Server loggen auf einen zentralen Logging-Server, der via syslog-ng die Logdaten einsammelt und einheitlich zur Verfügung stellt. Besonders bei Webclustern, wo ein Loadbalancer die Anfragen auf diverse Server verteilt, ist z.B. ein zentrales Apache-Logfile u.A. für die Logfile-Auswertung wünschenswert. Außerdem kann man dann mit logcheck nette Security-Auswertungen etc. für alle Server gemeinsam machen und muss dies nicht auf jeder Kiste einzeln tun.
Bisher lief der Logging-Server auf Linux-Basis, nachts wurden die zig GByte großen Logfiles des letzten Tages dann komprimiert. Das hat soweit auch ganz gut funktioniert, nur leider wird es an der Stelle nervig, wenn man in den Logfiles der letzten Monate etwas sucht und dann beispielsweise 200 GByte an GZIP-Files durchsuchen muss. Ganz davon abgesehen sorgte die nächtliche Komprimierung via logrotate (GZIP) doch für eine ordentliche Serverlast über Stunden hinweg (CPU und I/O gleichermaßen). Als Lösung fiel die Wahl jetzt auf FreeBSD 8.1 als OS für den Loghost. Filesystem ist, wie könnte es anders sein, nun ZFS! Und dank "eingebauter" Komprimierung ist die Verwaltung der Logfiles jetzt deutlich angenehmer. Auf Filesystem-Ebene via GZIP komprimiert ergibt sich für den Nutzer kein Nachteil, die CPU-Last wird nicht mehr auf die Nacht verteilt, sondern permanent beim Schreiben der Files - aber eben kaum merklich, da konstant und minimal. Die Kompressionsrate ist identisch mit der früheren Kompression unter Linux. Neben GZIP stand noch LZJB als Methode zur Auswahl. Das soll wohl schneller sein, komprimiert aber nicht so akkurat wie GZIP. Wie erstellt man nun ein solch komprimiertes Filesystem via ZFS? Man erstellt einen zpool z.B. als RAID-1 via: zpool create data mirror /dev/da1 /dev/da2Nun erstellt man das Filesystem via: zfs create -o compression=gzip -o mountpoint=legacy data/varlogMit -o gibt man die Optionen an, hier gzip. Default ist die Kompression auf Stufe 6 (=ausgewogen) eingestellt, man könnte aber auch gzip-9 für maximale Kompression verwenden. mountpoint=legacy bedeutet, dass ZFS sich nicht um die Verwaltung des Mountpoints kümmert. Default würde dies sonst unter /data/varlog gemountet werden. Da wir aber /var/log haben möchten, behelfen wir uns mit diesem Eintrag in der /etc/fstab: data/varlog /var/log zfs rw 1 0 Tricky war allerdings, dass der Installer selbst dies nicht zur Verfügung gestellt hat (zumindest haben wir es nicht gesehen..). Daher wurde normal mit UFS installiert und anschließend die neue Partition erstellt, gemountet und mit den Inhalten aus der alten UFS-Partition gefüllt. Eine etwas umständliche Methode, die allerdings problemlos funktioniert hat. Die Kompression kann man via ls und du sehr gut nachvollziehen, da ls die ursprüngliche Dateigröße anzeigt. Mit du sieht man dann die tatsächliche Größe auf Platte: # l -h apache_central.log-20110109Insgesamt ein sehr nettes Szenario, um Speicher zu sparen und Logfiles dauerhaft vorzuhalten, ohne sich durch viele GZIP-Files wühlen zu müssen. Die Performance ist ingesamt gut, es gibt eigentlich keine Probleme trotz sehr großer Logfiles, die täglich anfallen. Donnerstag, 20. Januar 2011100MBit/s zu Hause via Kabel - ein Traum wird wahr
Ich bin ja ein gebrandmarktes Kind, was Internet-Geschwindigkeit angeht. Schließlich hatte ich dank meiner vorherigen "schlechten" Wohnlage (hier ein Posting aus 2006 dazu) noch lange nur ISDN zur Verfügung, wo meine Kollegen alle schon mind. 6000er DSL oder sowas hatten. Der blanke Hass war das, ehrlich. Immerhin konnte ich Downloads auf Arbeit tätigen, denn da gab es schon lange eine 100MBit/s Leitung danke des direkten Anschlusses an unser Rechenzentrum. Schon eine echte Flatrate war damals ein Traum, von 10, 50 oder gar 100Mbit/s zu Hause konnte ich nur träumen.
Die letzten Jahre 3 hatte ich dann allerdings erst 16.000er DSL von Alice und bisher eine 32.000er Leitung via Kabel Deutschland. Allein der Upload von nur 1-2 MBit/s nervte, besonders beim Abgleich von Fotos zu Flickr oder anderen Diensten mit entsprechend hohem Datenaufkommen von zu Hause aus. Da kam das neue Angebot von Kabel Deutschland mit bis zu 100MBit/s down und 6Mbits/s up für mich wie gerufen. Es ist erst seit ca. einer Woche hier in Dresden verfügbar, daher gehöre ich quasi zu den ersten Kunden vor Ort, die den Spaß nutzen dürfen. ![]() Und es ist wirklich ein toller Spaß, denn die versprochene Datenrate wird wirklich fast erreicht. Dazu trägt einerseits das neue Cisco-Kabelmodem (wow, endlich Markenware auch zu Hause) Cisco EPC3212 mit Gbit-Ethernet und andererseits natürlich meine Apple Time Capsule mit 5GHz WLAN @ 300Mbit/s bei. Ein normales 54MBit-WLAN würde natürlich hier nicht mehr reichen. Insgesamt also soweit sehr empfehlenswert und, wenn der Speed dauerhaft so hoch und konstant verfügbar ist, preislich durchaus in Ordnung. Klar, der Upload könnte noch schneller sein, aber das wird wohl privaten Haushalten noch lange vorenthalten werden. Mittwoch, 12. Januar 2011"Advanced Format" bei Festplatten und die Sache mit der Langsamkeit
Das Advanced Format für Festplatten bringt mehr Platz für Daten auf dem gleichen Platz einer Festplatte. Eine wirklich gute Sache, die aktuell vor Allem Western Digital voranzutreiben scheint (eine WD "Fachinformation" dazu gibt es hier als PDF).
Versprochen wird bessere Fehlerkorrektur und Kompatibilität mit Windows sowie OS-X. Leider taucht hier Linux vorerst nicht auf, da das Advanced Format erst ab 2.6.31 unterstützt wird. Die meisten Server-Distributionen (Debian stable etc.) setzen jedoch natürlich nicht auf einen so aktuellen Kernel. Dieses Problem hatten wir bereits mit mehreren Systemen sowohl unter Linux aus auch unter FreeBSD. Trotz RAID-10 mit 4 WD20EARS 2 TB Platten und aktueller Hardware kamen wir unter Debian kaum über 20 MByte/sec Transferrate (dd mit oflag=direct, mit oflag=dsync sogar nur 13 MByte/sec). Auch die Anpassungen der Blocksize via fdisk halfen leider nicht weiter, da i.d.R. bei einem Server ja noch ein RAID-Controller dazwischenhängt. Was sich dort genau abspielt, konnten wir nicht herausfinden. WD beschreibt dieses Vorgehen zwar selbst auf seinen Support-Seiten, Hilfe brachte es aber dennoch nicht. Ob dieses Vorgehen bei direkt angeschlossenen Platten, also ohne RAID-Controller, womöglich zu einem normalen Datendurchsatz führt, bleibt mangels Test derzeit hier noch unbeantwortet. Für die meisten Serversysteme ist dies allerdings sowieso nicht relevant, da dort normalerweise ein RAID erwünscht ist. So blieb in allen Fällen bisher nur der Einsatz anderer Platten, die nicht das Advanced Format einsetzen. Das gleiche RAID 10 hat nun dank Seagate-Platten locker den 6-fachen Durchsatz. Generell ist, sofern man nicht eine Distribution mit aktuellem Kernel wie Ubuntu 10.04LTS mit 2.6.32 benutzt, die Verwendung von "normalen" Festplatten wohl die bessere Wahl. Freitag, 7. Januar 2011SSD im Server - Sinn oder Unsinn?
Immer mehr ISPs packen in ganz normale Server-Angebote eine SSD bzw. man kann sie optional dazu buchen. Jüngst hatten wir ein Kundensystem zur Administration, wo das der Fall war. Der Server hatte konkret 4 x 1 TB SATA II Platten (RAID 10) an einem RAID-Controller und eine Intel 80 GB SSD direkt am SATA-Controller. Der Kunde hatte natürlich gehofft, mit der SSD seinem Server den gewissen Performance-Kick geben zu können, denn bekanntermaßen sind SSDs einfach unglaublich schnell.
Der ISP hatte spontan direkt das Linux-Sytem auf der SSD installiert, wohl um die tolle Performance beim Bootvorgang etc. auszunutzen. Das ist ja auch gut und schön, nur wozu hat man denn dann ein RAID 10? Wenn die SSD mal ein Problem hat, war es das für den Server. Für ein Produktivsystem eher ungeeignet. Also installierten wir das System auf dem RAID 10. Doch was nun auf die SSD? Die Datenbank wäre eine gute Sache, doch auch hier mangels Redundanz nicht empfehlenswert. Denn einen kompletten Datenbank-Fail nach SSD-Problemen will man natürlich auch nicht haben. Also die DB auch auf das RAID 10. Selbiges gilt für Web- und Anwendungsdaten. So bleibt eigentlich nur, die SSD für Swap oder /tmp bzw. andere Temporäre-Daten wie PHP-Sessionfiles etc. zu verwenden. Dafür lohnt sich aber eigentlich das Ganze nicht. Wären allerdings 2 SSDs im RAID1 drin, sähe die Sache schonmal anders aus. Fazit: SSD im Server zum Produktiveinsatz macht eigentlich nur unter speziellen Bedingungen (viele temp. Files, Caching etc.) oder als RAID mit mind. 2 SSDs Sinn. Sonntag, 14. November 2010RockMelt, Social Web Browser auf Chromium-Basis
In den Medien las man die Tage recht viel über den neuen Browser "RockMelt". Für RockMelt verantwortlich ist unter Anderem Netscape-Gründer Marc Andreessen. Grund genug, sich die Software auf Basis der freien Chrome-Variante "Chromium" mal anzuschauen. Ein Einführungsvideo der Entwickler findet ihr auf YouTube.
Dies ist derzeit allerdings noch nicht so einfach nötig, denn der Download ist nur über einen Beta-Invite möglich. Sinn ist wohl, das Ganze interessanter zu machen. Ansonsten kann ich mir diese Methode nicht erklären. Netterweise erhielt ich kurzfristig einen Invite und durfte mir den Browser in der Mac-Version herunterladen. Übrigens ist sowohl für die Benutzung als auch für die Anmeldung zur Betaphase von RockMelt ein Facebook-Account erforderlich. Etwas seltsam, aber schließlich ist das ja ein Facebook-Browser. Auf den ersten Blick sieht es aus wie Google's Chrome, bei jedem Start des Browser wird man jedoch direkt zu Facebook connected. Dazu ist initial die Freigabe so ziemlich aller Profildaten für die RockMelt-App nötig. Das finde ich eher nicht so toll, zumal ich auch noch keine Möglichkeit gefunden habe, wenigstens das Passwort zum Facebook-Account beim Start manuell eingeben zu können. Im Grunde ist man sofort in meinem Facebook-Profil, wenn man den Browser startet. Durch die optionale Verknüpfung mit Twitter ebenso auch bei Twitter. Die Integration ist aber nicht wirklich toll gelungen, so findet sich derzeit offenbar nicht einmal die Möglichkeit, direkt Tweets abzusetzen. Somit muss man immer den Umweg über twitter.com oder eine andere Twitter-App gehen. Das Interface von RockMelt ist Chrome sehr ähnlich. Links und rechts finden sich jedoch die als "Edges" bezeichneten Infoleisten mit allen derzeit bei Facebook aktiven Freunden links und Buttons für Facebook und Twitter rechts. Auf Wunsch kann man durch einen Klick auf das Profilbild links direkt einen Chat starten, dem Nutzer eine Nachricht schreiben oder dessen Pinnwand zuspammen. Rechts zeigt sich auf Wunsch die Facebook- oder Twitter-Timeline (siehe Screenshot). Ganz fehlerfrei scheint die Beta noch nicht zu laufen, zumindest bekomme ich bei jedem Start diesen Fehler: Mein Fazit Ich brauche es nicht. Klar, ich schaue mehrfach täglich bei Facebook rein, lese via installiertem Echofon öfter Twitter mit und interagiere auch gern mit meinen Freunden über diese Kanäle. Permanent online zu sein bzw. damit berieselt zu werden ist mir im Browser aber dann doch zuviel. Ich entscheide lieber selbst, ob ich auf Facebook.com gehe, oder eben die nächste Stunde nicht, um in Ruhe meine Feeds und News zu lesen. Einen echten Mehrwert gegenüber der Einzelnutzung von Facebook.com bzw. Twitter.com (oder Twitter über eigene Apps wie "Echofon" oder "Tweetie") sehe ich derzeit auch nicht. Ganz davon abgesehen frage ich mich, warum man dafür einen eigenen Browser stricken musste. Über Plugins für Firefox, Chrome oder Safari kann man eigentlich fast eine identische Funktionalität bekommen. Spontan würde ich RockMelt also also eine Abfuhr erteilen und bei Safari bleiben ( Donnerstag, 4. November 2010Computerfieber: TV Sendung von 1984
Absolut sehenswerte Doku aus dem Jahre 1984 (Zufall?) zum Thema "Heimcomputer". Ich finde die Parallelen zur heutigen Zeit ziemlich amüsant. Und auch damals schon waren Kriegs- und Actionspiele der Renner - wer hätte das gedacht?
Einige Szenen erinnerten mich an meine eigene C64-Zeit, auch wenn ich erst deutlich später damit angefangen habe. Äußerst interessant sind auch die Einstellungen der männlichen Technikfans zum Thema Frauen und Computer .. Die ganze Doku geht eine knappe Stunde. Viel Spaß dabei: [ via | YouTube-Playlist ] iPhone 4 mit neuer Rückseite - für einen Tag
Nach dem Tipp eines Bekannten und der äußerst schicken Darstellung in diesem Blog beschloss ich, mein iPhone4 mit einer schicken Metall-Rückseite zu versehen. Die $16 dafür waren bei eBay auch eine durchaus überschaubare Investition. Hauptgrund war, neben der schicken Optik, die Tatsache, dass mein iPhone4 auf der Rückseite nach nur wenigen Monaten schon total zerkratzt ist. Verantwortlich dafür ist nicht etwa ein Sturz oder sowas, sondern schlicht die Tatsache, dass die Rückseite offenbar mega-empfindlich ist. Es reicht augenscheinlich zu, wenn sich beim rein- oder rausziehen ein kleiner Dreckkrümel zwischen meiner Suncase-Hülle und dem iPhone befindet. Betroffen ist nur die Rückseite, vorne sieht es noch aus wie neu.
Nach einer recht langen Lieferzeit (die neue Rückseite kam tatsächlich aus Hong-Kong) machte ich mich direkt an den "Umbau". Dies ging wirklich sehr einfach, man muss mit einem Mini-Schraubendreher einfach nur die 2 Kreuzschlitz-Schrauben unten lösen und kann die Rückseite dann abschieben. Dabei fiel mir auf, wir dünn und eigentlich billig verarbeitet die originale Rückseite doch ist. Ob das wirklich Glas ist, vermag ich nicht zu sagen. Wie festes stabiles Glas fühlt es sich zumindest nicht an. Die erste Ernüchterung stellte sich bei dem Versuch ein, das iPhone nun in das Dock zu stecken. Mit ein wenig mehr Kraft als gewohnt funktioniert das zwar, das Telefon steht dann aber nahezu im 90°-Winkel zum Tisch und nicht mehr leicht schräg, so dass man den Screen nicht mehr wirklich sieht. Die Austausch-Rückseite scheint minimal dicker zu sein als das Original. Aber das konnte meine Begeisterung erstmal noch nicht schmälern. Das Feedback von Bekannten und Freunden war ebenfalls positiv, alle fanden die neue Rückseite schick. Mit dem Empfang hatte ich übrigens trotz anfänglicher Bedenken keine Probleme, da die Antennen ja an den Außenseiten liegen. Vor wenigen Minuten habe ich allerdings wieder den Schraubendreher gezückt und das Ganze zurückgebaut. Mein iPhone ist nun wieder schwarz hinten und die neue, schicke Hülle liegt in der Schublade. Nur warum? Seht her: Wie man unschwer erkennen kann (zumindest in der großen Ansicht..), funktioniert die Kamera nicht mehr wie gewohnt. Nach mehrfachen Tests und Umbauten liegt es offenbar daran, dass das "Loch" in der China-Hülle nicht zu 100% an der korrekten Stelle sitzt und der Abstand zur Linse am iPhone zu groß ist. Somit sieht man diese unschönen Ränder die fast aussehen wie eine Vignettierung, egal wie man die Rückseite hin- und herschiebt. Außerdem scheint das durchsichtige Plastik minderwertig zu sein, so dass die Farben nicht immer korrekt eingefangen werden oder das Bild u.U. verwaschen aussieht. Für mich als Fan der integrierten Kamera natürlich ein No-Go, schließlich mache ich öfter mal ein Video oder Foto mit meinem Telefon. Die Rückseite ist somit für mich unbrauchbar. Falls man jedoch keinen Wert auf die eingebaute Kamera legt, ist die Metall-Rückseite eine wirklich schicke Alternative. Eine Rekla via eBay nach China spare ich mir, vermutlich ist das ein prinzipieller Fehler in der Konstruktion.
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