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Montag, 25. Juni 2012Eine Domain komplett via RewriteRule weiterleiten
Aus aktuellem Anlass hier ein Rewrite-Rule zur Google-freundlichen 301-Weiterleitung einer bestehenden Domain auf eine neue Domain via .htaccess oder direkt im Apache vHost:
RewriteEngine On RewriteRule (.*) http://www.neue-domain.de/$1 [R=301,L] Das Admin-Blog.com ist seit heute unterhalb von RobHost.de zu Hause - am Inhalt ändert sich aber natürlich nichts. Allerdings soll das Blog wieder mit mehr Leben befüllt werden, wobei die Mitarbeiter von RobHost helfen sollen (und auch wollen, so wurde mir versichert..). Denn täglich testen wir neue Tools oder beheben Fehler, die für die Nachwelt interessant sein könnten - sowohl aus dem Linux-Umfeld aus der Serveradministration bei unseren Kunden als auch in der Programmierung. Mittwoch, 16. November 2011US-Proxy für YouTube und Co. bei Server4You - das war wohl nix
Die Idee schien einfach und gut zu sein. Einen vServer bei Server4You für weniger Euro im Monat mieten und dabei Serverstandort USA wählen. Dann über Squid (Proxy) entspannt Youtube und Hulu schauen. Soweit die Theorie.
In der Praxis stellt es sich allerdings so dar, dass offenbar die IP-Range (50.30.32.0 - 50.30.47.255) von Server4You bei YouTube auf Blacklist ist. Ich habe es nicht geschafft, ein hier gesperrtes Video über den Proxy zu schauen, stets werde ich als aus Deutschland kommend erkannt. Zuerst hatte ich die Browserkennung in Verdacht, aber selbst auf Konsole mit lynx kommt der Fehler: Unfortunately, this video is not available in Germany because it mayDas Reverse-Lookup war der nächste Verdacht, denn das lautetet xxx.vserver.de - also wurde das auch fix auf eine .com Domain gelenkt - ebenfalls ohne Erfolg. Leider habe ich nirgends eine Info gefunden, warum das so ist. Bei einem anderen Anbieter, der direkt in den USA sitze, geht das Ganze problemlos. Hat ein Leser vielleicht einen Hinweis dazu? Montag, 28. Februar 2011Open Web Analytics besser als Piwik? Leider nicht in Sachen Performance!
Statistik-Tools gibt es viele, leider fehlt uns immernoch ein richtig guter Ersatz für Google-Analytics, der auf dem eigenen Server auch nur ansatzweise so performant läuft, wie es GA in der Google-Wolke tut. Nachdem Piwik aufgrund mangelnder Performance in der Vergangenheit leider nicht überzeugen konnte bekam kürzlich OWA (Open Web Analytics) eine Chance, sich zu beweisen. Als Härtest musste eine gut besuchte Seite mit mehreren mio. PI am Tag herhalten.
OWA stellt sich auf den ersten Blick genauso dar wie Piwik, das heisst ein PHP-Frontend mit MySQL-Backend sowie die Erfassung der Statistiken durch Einbindung eines JavaScripts in die Zielseite. Kennen wir ja von Google Analytics, das System ist auch durchaus einfach zu implementieren. Optional kann man die Statistiken auch direkt via PHP erfassen, wir nehmen aber für den Test die JS-Variante. Leider funktionierte der Login im Backend mit Safari nicht, unter Firefox jedoch problemlos Im Vergleich bietet OWA ein sehr interessantes Feauture, das Piwik vermissen lässt, nämlich das sogenannte "Event Queueing". Damit ist es möglich, die Logdaten nicht direkt in die MySQL-Datenbank, sondern in ein normales Logfile (die Queue) schreiben zu lassen. Anschließend kann man dann per Cronjob oder manuell durch einen PHP-CLI-Aufruf die Analyse dieses Logfiles starten. Das klingt auf den ersten Blick nach einer eventuellen Lösung für die Performance-Probleme, die OWA wie Piwik beim direkten Schreiben der Logs in die Datenbank hat. Denn auch bei OWA stieg die Serverlast trotz optimiertem MySQL und einer recht potenten Serverbasis (Dual Dualcore Opteron mit 2.6 GHz, 8 GB RAM, Linux, Lighty mit Fast-CGI und xCache) die Loadavg innerhalb weniger Minuten auf über 100.0 und der Server wurde unbenutzbar. Dies ist einfach den tausenden Requests pro Minute geschuldet, die die Datenbank einfach nicht weggeschrieben bekommt. Genau dieses Verhalten stellte sich ja damals auch bei Piwik dar. Mit der Event-Queue blieb die Last im Rahmen (Loadavg unter 2.0), das Plaintext-Logfile wird also schnell geschrieben und der Lighty bekommt die vielen PHP-Anfragen gut abgearbeitet. Wie allerdings Kollisionen beim gleichzeitigen Zugriff auf das Logfile verhindert werden, ist unklar. Im schlimmsten Fall könnte das File dann zerstört werden, schließlich passiert dies ja auch alles via PHP. Man müsste man den Code durchsehen, ob da konkret Locking benutzt wird oder wie das nun genau funktioniert. Im Test wurde das File zumindest recht problemlos geschrieben, in 10 Minuten sammelten sich so um die 250 MByte im Log an. Diese Daten galt es nun auszuwerten, wofür man "php cli.php cmd=processEventQueue" auf der Shell bemüht. Im Hintergrund wird das aktuelle Log dabei in ein Tempfile verschoben und ein neues Logfile begonnen, so dass es während der Auswertung nicht zu Datenverlust kommt. Eine nette Logik, schließlich muss man die Auswertung regelmäßig anstoßen, idealerweise dann als Cronjob. Wo wir auch schon beim größten Nachteil von OWA wären: Die Auswertung ist furchtbar langsam! Für die 250 MByte aus 10 Minuten Logging in die EventQueue brauchte OWA zur Analyse über 30 Minuten bei guter Datenbank-Auslastung und mäßiger Serverlast (Loadavg um 4.0). Teilweise verhing es sich offenbar auch in einer Endlosschleife, so dass man den Prozess killen musste. Und jeder weitere Durchlauf war deutlich langsamer als der vorherige, da in der MySQL-DB ja immer mehr Daten bewegt werden mussten. Dass es keinen Sinn hat, wenn die Auswertung der Daten länger dauert als der eigentliche Erfassungszeitraum war, ist wohl klar Fazit: Auch OWA ist für den Einsatz bei Seiten mit hohem Traffic nicht benutzbar, da hilft auf die EventQueue nicht. Der Ansatz mit dem Logfile ist dennoch gut. In der Benutzung und im Interface ähnelt es Piwik ziemlich, Piwik gefällt aber ingesamt besser und stellt sich aufgeräumter dar. Eine Alternative für GA ist also weiterhin gesucht ... Donnerstag, 20. Januar 2011100MBit/s zu Hause via Kabel - ein Traum wird wahr
Ich bin ja ein gebrandmarktes Kind, was Internet-Geschwindigkeit angeht. Schließlich hatte ich dank meiner vorherigen "schlechten" Wohnlage (hier ein Posting aus 2006 dazu) noch lange nur ISDN zur Verfügung, wo meine Kollegen alle schon mind. 6000er DSL oder sowas hatten. Der blanke Hass war das, ehrlich. Immerhin konnte ich Downloads auf Arbeit tätigen, denn da gab es schon lange eine 100MBit/s Leitung danke des direkten Anschlusses an unser Rechenzentrum. Schon eine echte Flatrate war damals ein Traum, von 10, 50 oder gar 100Mbit/s zu Hause konnte ich nur träumen.
Die letzten Jahre 3 hatte ich dann allerdings erst 16.000er DSL von Alice und bisher eine 32.000er Leitung via Kabel Deutschland. Allein der Upload von nur 1-2 MBit/s nervte, besonders beim Abgleich von Fotos zu Flickr oder anderen Diensten mit entsprechend hohem Datenaufkommen von zu Hause aus. Da kam das neue Angebot von Kabel Deutschland mit bis zu 100MBit/s down und 6Mbits/s up für mich wie gerufen. Es ist erst seit ca. einer Woche hier in Dresden verfügbar, daher gehöre ich quasi zu den ersten Kunden vor Ort, die den Spaß nutzen dürfen. ![]() Und es ist wirklich ein toller Spaß, denn die versprochene Datenrate wird wirklich fast erreicht. Dazu trägt einerseits das neue Cisco-Kabelmodem (wow, endlich Markenware auch zu Hause) Cisco EPC3212 mit Gbit-Ethernet und andererseits natürlich meine Apple Time Capsule mit 5GHz WLAN @ 300Mbit/s bei. Ein normales 54MBit-WLAN würde natürlich hier nicht mehr reichen. Insgesamt also soweit sehr empfehlenswert und, wenn der Speed dauerhaft so hoch und konstant verfügbar ist, preislich durchaus in Ordnung. Klar, der Upload könnte noch schneller sein, aber das wird wohl privaten Haushalten noch lange vorenthalten werden. Sonntag, 14. November 2010RockMelt, Social Web Browser auf Chromium-Basis
In den Medien las man die Tage recht viel über den neuen Browser "RockMelt". Für RockMelt verantwortlich ist unter Anderem Netscape-Gründer Marc Andreessen. Grund genug, sich die Software auf Basis der freien Chrome-Variante "Chromium" mal anzuschauen. Ein Einführungsvideo der Entwickler findet ihr auf YouTube.
Dies ist derzeit allerdings noch nicht so einfach nötig, denn der Download ist nur über einen Beta-Invite möglich. Sinn ist wohl, das Ganze interessanter zu machen. Ansonsten kann ich mir diese Methode nicht erklären. Netterweise erhielt ich kurzfristig einen Invite und durfte mir den Browser in der Mac-Version herunterladen. Übrigens ist sowohl für die Benutzung als auch für die Anmeldung zur Betaphase von RockMelt ein Facebook-Account erforderlich. Etwas seltsam, aber schließlich ist das ja ein Facebook-Browser. Auf den ersten Blick sieht es aus wie Google's Chrome, bei jedem Start des Browser wird man jedoch direkt zu Facebook connected. Dazu ist initial die Freigabe so ziemlich aller Profildaten für die RockMelt-App nötig. Das finde ich eher nicht so toll, zumal ich auch noch keine Möglichkeit gefunden habe, wenigstens das Passwort zum Facebook-Account beim Start manuell eingeben zu können. Im Grunde ist man sofort in meinem Facebook-Profil, wenn man den Browser startet. Durch die optionale Verknüpfung mit Twitter ebenso auch bei Twitter. Die Integration ist aber nicht wirklich toll gelungen, so findet sich derzeit offenbar nicht einmal die Möglichkeit, direkt Tweets abzusetzen. Somit muss man immer den Umweg über twitter.com oder eine andere Twitter-App gehen. Das Interface von RockMelt ist Chrome sehr ähnlich. Links und rechts finden sich jedoch die als "Edges" bezeichneten Infoleisten mit allen derzeit bei Facebook aktiven Freunden links und Buttons für Facebook und Twitter rechts. Auf Wunsch kann man durch einen Klick auf das Profilbild links direkt einen Chat starten, dem Nutzer eine Nachricht schreiben oder dessen Pinnwand zuspammen. Rechts zeigt sich auf Wunsch die Facebook- oder Twitter-Timeline (siehe Screenshot). Ganz fehlerfrei scheint die Beta noch nicht zu laufen, zumindest bekomme ich bei jedem Start diesen Fehler: Mein Fazit Ich brauche es nicht. Klar, ich schaue mehrfach täglich bei Facebook rein, lese via installiertem Echofon öfter Twitter mit und interagiere auch gern mit meinen Freunden über diese Kanäle. Permanent online zu sein bzw. damit berieselt zu werden ist mir im Browser aber dann doch zuviel. Ich entscheide lieber selbst, ob ich auf Facebook.com gehe, oder eben die nächste Stunde nicht, um in Ruhe meine Feeds und News zu lesen. Einen echten Mehrwert gegenüber der Einzelnutzung von Facebook.com bzw. Twitter.com (oder Twitter über eigene Apps wie "Echofon" oder "Tweetie") sehe ich derzeit auch nicht. Ganz davon abgesehen frage ich mich, warum man dafür einen eigenen Browser stricken musste. Über Plugins für Firefox, Chrome oder Safari kann man eigentlich fast eine identische Funktionalität bekommen. Spontan würde ich RockMelt also also eine Abfuhr erteilen und bei Safari bleiben ( Donnerstag, 14. Oktober 2010[UPDATE] in eigener Sache - webPerf.de
Wie ich letztens ja schon erwähnt hatte, haben wir den Admin Blog seit geraumer Zeit leider etwas vernachlässigt. Das hatte ganz einfach den Grund, dass wir an einer neuen Idee programmiert und gefeilt haben, die wir euch heute vorstellen möchten - webPerf.
WebPerf ist, wie der Name schon sagt, ein Web Performance und Analyse Tool. Es wurde zur periodischen Auswertung von Webseiten, sowie der Messung von einzelnen Leistungsdaten, wie z.B. Anzahl der Dokumente, größe der Dokumente, Trankationen oder der JavaScript-Ausführungszeit, entwickelt. Und hier ist auch schon einer der großen Vorteile von webPerf. Alle Informationen die webPerf sammelt, werden periodisch von der jeweiligen Webseite abgefragt und dann gespeichert. Diese Informationen können dann zum Beispiel dafür genutzt werden, um eine längerfristigen Betrachtung der untersuchten Webseite darzustellen. Weitere Infos gibt es auf webPerf.de. Für unsere treuen Leser gibt es hier auch noch 5 Invite-Codes, womit kostenlos und unverbindlich der "Basic 100" Tarif genutzt werden kann. Als Gegenleistung würden wir uns über Feedback zu webPerf sehr freuen. Bitte einen der folgenden Links zur Anmeldung verwenden, um einen Invite zu nutzen (jeder Link ist nur für eine Anmeldung nutzbar): https://www.webperf.de/users/add/vJrn1E UPDATE, 28.10.2010 Der Basistarif ist nun dauerhaft für alle Nutzer gratis. Weitere Informationen im webPerf.de Blog. Freitag, 8. Oktober 2010Strato HiDrive Pro a.k.a. FailDrive Pro
Sorry, dass es schon so lange nicht's mehr von uns zu hören gab, aber zur Zeit haben wir echt viel beruflich zu tun und zu coden. Mehr davon demnächst von Rob.
Heute möchte ich mal wieder etwas Frust los werden. Neuerlich hatten wir uns nach einer Online-Storage-Lösung für Backups und "Immererreichbardaten" umgesehen. Abgesehen davon, dass es leider nur wenige Anbieter gibt, die verschlüsselte Online-Storages bieten (z.B. Cryptoheaven, Swissdisk) war bei diesen das Problem, dass es diesen Storage nur in kleinen Grössen gab. Da wir aber in etwa 500 GB aufwärts benötigen, kam für einen vernünftigen Preis eigentlich nur Strato in Frage. Diese bieten im Moment ein Angebot namens HiDrive Pro an, bei dem man 1TB Speicher für 19€/Monat bekommt. Ein auf den ersten Blick sehr angenehmes Angebot. Also ruck-zuck dieses Angebot bestellt und ein paar Tage später hatte ich dann auch die erste Gelegenheit mir das Produkt genauer anzusehen. Hier muss ich zugeben, dass sich Strato echt Mühe gegeben hat. Das Webfrontend, was sehr im Web-2.0 Style daherkommt, hat viele Funktionen und lässt eine einfache Verwaltung des gebuchten Online-Speichers zu. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten um von unterschiedlichen Betriebssystemen auf den Speicherplatz zu zugreifen. Unter anderen etwa SMB welches unter den gängigsten Betriebssystemen verfügbar ist. Auch an WebDAV, FTP in allen erdenklichen Varianten, sowie SSH wurde gedacht. Da einige Protokolle allerdings unverschlüsselt über die Leitungen gehen, besteht sogar für SMB die Möglichkeit, dieses über einen OpenVPN-Server anzusprechen. An sich also erstmal ein durchdachtes Konzept mit einer guten Benutzeroberfläche. Nun zu den leider unerfreulichen Tatsachen des HiDrive Pro's - der Datendurchsatz und - wie leider schon fast üblich bei Strato - der Support! Als erstes wollte ich natürlich die Bandbreite zu den Servern des HiDrive Pro's testen, denn schliesslich sollte ja täglich unser Backup und wichtige Daten dahin transferiert werden. Und schon gab es die erste Enttäuschung, denn keines der angebotenen Protokolle, schaffte es auf Anhieb mehr als 1,8 MB/s auf das HiDrive Pro zu schreiben. Als erstes dachte ich natürlich, dass das an unseren Servern/Mac's/Rechenzentrum lag, aber auch von externen Servern gab es keine höhere Bandbreite. Ich wollte ja nicht mit 50 MB/s auf das Laufwerk zugreifen, aber in Zeiten von 1Gbit Ethernets und multi redundanten ISP Anbindungen, hätte ich mir schon etwas mehr erhofft. Also war der nächste Weg den Strato-Support anzurufen, um zu Fragen ob dies den so gewollt ist. Der nette Techniker am anderen Ende der Leitung nahm ein Ticket auf, mit dem Versprechen sich in den nächsten 24h bei uns melden. Doch dabei blieb es dann leider auch. Als ich mich dann nochmal's ein paar Tage später meldete, um nach meinen Ticket zu fragen, bestätigte mir der Techniker, dass nach der Ursache geforscht würde und wir informiert werden würden, wenn das Problem behoben ist. Prompt kam einige Stunden später die E-Mail mir dem Inhalt "[...]Das STRATO-Technik Team hat festgestellt, dass keine Einbußen in der Performance Ihres Hidrive Paketes festzustellen ist[..]". Ok, also doch noch einmal den Support anrufen und nachfragen wie die sich das gedacht haben. Ich erfragte wie ich zum Beispiel ein Volumen von 200GB innerhalb eines Tages auf das Drive spielen sollte, um dieses für unsere Zwecke nutzen zu können?! Der Techniker antwortete nur trocken: "Verteilen Sie es doch auf mehrere Tage". Am Ende lief es dann doch wieder auf einen eigenen Server hinaus. Dort sind die Daten wenigstens in unseren Händen und auch die Bandbreite liegt weit über den 1,8MB/s. Wer nur ab und an Daten auf und vom HiDrive haben möchte ist mit dem Angebot sicher gut bedient, alle anderen die es professionell nutzen möchten sind mit einem eigenen Server sicherlich besser beraten. Donnerstag, 1. Juli 2010Spam mal anders: via Twitter oder Facebook auf SPON und anderen Newsseiten spammen
Als ich gestern die Berichterstattung zur Wahl des Bundespräsidenten auf Spiegel Online (SPON) verfolgte, stach mir mal wieder die integration der Social Networks wie Facebook und Twitter auf der Artikelseite ins Auge. Über Sinn und Unsinn kann man da sicher streiten, aber es ist dort nunmal integriert. Auch andere Newsseiten binden bereitwillig die Livesuche von Twitter ein, um aktuelle Tweets zu populären Themen in einer Box anzuzeigen. Twitter stellt alle nötigen Werkzeuge zur Integration natürlich zur Verfügung. Der Inhalt kann also nicht wirklich gefiltert werden, weswegen der Spaß nun offenbar auch von Spammern entdeckt wurde.
So konnte man gestern in regelmäßigen Abständen auf SPON in der Twitterbox zum Thema "WULFF GAUCK JOCHIMSEN" allerlei Spam sehen (siehe Screenshot rechts, die gelben "Kästen"). Viel einfacher kann man seinen Spam samt bit.ly - Link, dessen Ziel auf den ersten Blick natürlich nicht erkennbar ist, wohl kaum auf einer der populärsten Newpage im dt. Web platzieren, oder? Auf wievielen anderen Seiten dieser Spam ebenfalls zu sehen war, weiss man nicht. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass es noch weitere Seiten sind bzw. waren. Denn derartige Twitter- oder Facebook-Integrationen sieht man in letzter Zeit öfter. Und ein Spamaccount ist mehr als schnell angelegt.. Mein Test (siehe Tweet von "robhost") war dann auch erfolgreich. Binnen Sekunden erschien mein Test-Tweet direkt auf SPON - gut sichtbar für tausende Leser: Man kann also eigentlich nur davon abraten, Fremd-Content in die eigene Seite einzubinden, der sich einer Kontrolle entzieht. Es sieht ja auch nicht danach aus, dass Twitter oder Facebook zukünftig Spamaccounts schnell und intensiv erkennen bzw. blocken können, zumindest wüsste ich spontan nicht, wie das gehen soll .. Mittwoch, 5. Mai 2010Webhosting auf dem iPhone 3G
Da wir noch ein altes iPhone 3G (OS 3.1.3) mit gebrochenem Display rumliegen hatten, wurde dieses heute mal als Webserver umfunktioniert. Nach dem Jailbreak mit dem Pwnage Tool vom iPhone-Dev-Team wurde der Webserver Lighty samt PHP und SQLite-Support installiert. Als Blog-Engine kommt dort, wie hier auch, S9Y zum Einsatz.
Die ersten Tests sahen gut aus, direkt nachdem ich den Link zu dem Blog auf dem iPhone auf Twitter veröffentlicht hatte, stürzte das Gerät aber direkt erstmal ab. Damit zeigt sich, dass es eben nicht mehr als eine nette Spielerei ist. Dennoch eine lustige Geschichte, die wir sicher erstmal laufen lassen werden. Vielleicht fallen uns ja noch weitere Sachen ein, die man auf dem iPhone als Webserver laufen lassen kann. Solche Sachen wie einen vollwertigen Datenbankserver wird man natürlich nicht hinbekommen, dafür ist die Hardware einfach zu langsam. Tests mit "dd" auf der Shell ergaben eine Schreibrate von nur rund 4 MB/sek im Schnitt. Und wirklich schnell ist die ARM-CPU natürlich auch nicht. Weitere Infos dazu findet ihr unter iphonehost.de - diese Seite wird auf dem iPhone 3G gehostet. Wir bitten daher um Nachsicht, falls die Aufrufe ein wenig dauern In diesem Blogpost gehen wir auch noch intensiver auf die Vorgehensweise und Config ein. Samstag, 27. März 2010Mit N24 Prepaid via UMTS/HSDPA ins Vodafone-Netz
Was ich vor 2 Jahren in Deutschland noch schmerzlich vermisste hatte (Bericht aus meinem damaligen Österreich-Urlaub), gibt es nun seit einer Weile: Prepaid UMTS. Warum nun gerade N24, was sich ja eigentlich als Nachrichtensender versteht, einen der besten Tarife im Angebot hat, kann man nur erahnen. Auf jeden Fall ersetzte die N24 SIM jetzt den bisherigen web'n'walk-Tarif von T-Online, der monatlich mit 59 EUR für die gelegentliche Nutzung einfach unnötig teuer ist.
Bestellt hatte ich nur die SIM, den USB-Stick brauche ich dank eingebautem 3G-Modul im Sony Vaio TZ31WN glücklicherweise nicht. 14,99 EUR inkl. 10 EUR Startguthaben sind ein fairer Preis, surfen im Inland kann man damit zu folgenden Preisen: 60 Minuten 0,99 €, 12 Stunden 2,99 € oder 7 Tage 9,99 €. Maximal 1 GB Traffic darf pro Session anfallen, das ist mehr als ausreichend. Klar, für Power-User ist der Tarif jetzt nicht unbedingt günstiger als z.B. die web'n'walk-Variante. Für den Einsatzzweck als "Urlaubs- oder Unterwegstarif" wie in meinem Fall ist es aber perfekt geeignet. Die Einrichtung war dank der Anleitung und aktuellem Ubuntu kein Problem, inzwischen taugt der Gnome-Network-Manager auch zum Verbindungsaufbau, so dass Tools wie "umtsmon" (Bericht) endlich nicht mehr nötig sind. Der Speed ist angenehm (Vodafone-Netz eben..), die Auswahl des jeweiligen Zugangstarifes erfolgt beim ersten Aufruf einer Website. Dort kann man auf Wunsch auch gleich den Account aufladen. Auf die Seite n24.de kann man national jederzeit kostenlos zugreifen, sofern man dies möchte. Für ein kurzes News-Update im Urlaub vielleicht gar nicht mal schlecht. Ich habe mich auch bewusst gegen ein Angebot von E-Plus oder O2 entschieden, da mir dort die UMTS-Netzabdeckung einfach noch nicht weit genug ist. Im Ausland kann man das Paket "International" zum Preis von 19,95 EUR täglich buchen. Für den Notfall geht das schonmal, besser ist aber sicher die Variante, sich vor Ort eine Prepaid-Datenkarte eines heimischen Providers zu besorgen. Donnerstag, 28. Januar 2010Gängige Browser in der V8 Benchmark Suite - Version 5
Ich habe soeben mal die diversen, auf meinem MacBook Pro (2,8GHz Core 2 Duo, 4GB RAM) installierten, Browser durch den V8-JavaScript-Benchmark in Version 5 von Google laufen lassen (Link - Achtung, legt direkt los).
Dass Chrome (v4.0) besonders gut abschneidet und das Rennen locker macht, kann man sich ja denken - schließlich ist der Test ja von Google entwickelt worden. Aber wie schlecht der aktuelle Firefox 3.6 dagegen ist, erschreckt mich schon ein wenig. Safari 4.0.4 hingegen ist immerhin noch auf einem sehr guten 2. Platz und massiv schneller als Firefox und Opera (v10.10). Letzterer ist extrem langsam bzw. ist der Test einfach nicht für diesen geeignet. Denn in der Praxis stellt er sich eigentlich nicht so langsam dar, auch wenn ich ihn nur selten verwende. Klar, andere Benchmarks haben wieder andere Sieger. Dennoch deckt sich das mit meinen Erfahrungen, was die Performance von Firefox 3.x angeht (ich berichtete). Hier die Ergebnisse meiner je 3 Versuche inkl. Durchschnitt: ![]() In einer VM war der Firefox auch unter Windows XP nicht schneller oder langsamer. Der IE auf hingegen verabschiedete sich beim Test komplett, weswegen ich es nicht nochmal damit versucht habe Dienstag, 19. Januar 2010IPv4 Restlaufanzeige - langsam wird's eng
Dass die IPv4-Adressen bald alle sind, weiss wohl inzwischen jeder technisch versierte User. Wann das aber genau sein wird, weiss wohl Keiner so genau. Die Restlaufanzeige von inetcore.com bietet nun eine Annährungswert, der dies veranschaulicht.
Was wird danach? IPv6 kennt zwar ebenfalls Jeder, aber benutzt ihr das schon? In unserer derzeitigen Infrakstruktur hier spielt das zumindest noch keine Rolle. Klar, alle gängigen OS' beherrschen IPv6, Google ist ebenfalls schon darüber erreichbar. Aber wie wird die Umstellung konkret ablaufen? Fragen über Fragen Mit RFC 5735 wurden zwar die Tage erst ein paar neue IPv4-Bereiche frei, das ist aber auch nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Wie man hier schön sieht, gibt es immernoch einige Bereiche, die freigegeben werden könnten. Aber auch das reicht nicht .. Bin schon sehr gespannt, wie sich das entwickelt, wenn nächstes Jahr tatsächlich keine IPv4-Adressen mehr neu vergeben werden können. Es bleibt spannend! Samstag, 16. Januar 2010Mein heutiger Browser: Safari 4, eine kleine Geschichtsstunde zum Thema Browser
Es müsste so im Jahre 2002 gewesen sein, als ich vom Internet Explorer (5.0?) zu Mozilla gewechselt bin. Damals gab es noch keinen Firefox, sondern schlicht die sogenannte "Mozilla Application Suite", die ich seit Version 0.9.x im Einsatz hatte. Netscape war mir nie so ganz geheuer, der IE ging aber auch nicht mehr wirklich klar. Daher war das freie Mozilla-Projekt eine willkommene Alternative, dank integriertem Mail- und Newsclient konnte ich mich auch gleich von Outlook trennen. Schön war auch, dass ich mich bei meinen ersten Gehversuchen mit Linux bzw. KDE dann nicht umgewöhnen musste, da es das freie Mozilla natürlich auch für diese Plattform gab.
Mozilla war nie wirklich schnell, da kam mir der Firefox-Fork gerade richtig. Es muss wohl so 2004 um die Version 1.0 gewesen sein, also ich nach und nach komplett auf den Firefox zum Browsen und Thunderbird zum Mailen umgestiegen bin. Zwischenzeitlich habe ich auch mal eine Weile Opera mit dem Mailclient M2 (hiess der so?) gearbeitet, kam nach ein paar Monaten aber dann doch wieder zum Firefox. Dank mächtiger Extensions, v.a. zur Web-Entwicklung, und einer stetigen Entwicklung wurde Firefox so zu meinem täglichen Begleiter im Web und die insgesamt, vom Betriebssystem mal abgesehen, mit Abstand am meisten von mir benutzte Software - bis zum 30. November 2009! Seitdem benutze ich Safari in der aktuellen Version 4.0.4 und habe den Firefox seitdem nicht wirklich vermisst. Im Gegenteil eigentlich, denn Safari ist einfach deutlich schneller. Das bemerkt man bei JavaScript lastigen Websites wirklich direkt, aber auch "normale" Seiten bauen sich gefühlt schneller auf. Außerdem hatte ich mit dem FF zumindest auf dem Mac immer mal wieder Stabilitätsprobleme. Nervig waren ebenfalls die Probleme mit Extensions nach Updates des FF auf eine neue Version und eine Art "Stylesheet-Bug", der bei mir im FF öfter auftrat. Dabei wurde irgendwie ein externes Sytelsheet zu einer Website nicht richtig geladen, weshalb man die Seite nicht wirklich benutzen konnte. Mehrfacher Reload half zwar manchmal, aber das machte dann nur bedingt Spaß. Ob das jetzt an einer Extension lag, weiss ich nicht genau. Zumindest trat dieser Effekt nur auf dem Mac auf und brauchte mich immer öfter dazu, mal den Safari zu nutzen. Klar, einige wirklich tolle Sachen wie den Nagios Checker gibt es für Safari leider nicht. So richtig brauchen tut man das aber auch nicht, schließlich kommen die Nagios-Meldungen auch via Mail und SMS. Für die Web-Entwicklung stellt Safari von Haus auf perfekte Werkzeuge zur Verfügung. Das gefällt mir fast noch besser als sämtliche Plugins dafür auf dem FF. Dank pimpmysafari.com (offenbar gerade down..), dessen Plugin-Sammlung für Safari zugegebenermaßen lächerlichen gegen die Massen an Extensions für FF aussieht, hat man immerhin AdBlock und einige andere Grund-Plugins am Start. Den Rest wie Tab's speichern, Opensearch-Support uvm. bekommt man mit dem Addon Glims. Wie es aussieht bleibt ich derzeit also auf dem Mac bei Safari, Firefox ist natürlich weiterhin installiert und kommt zudem unter Linux und Windows weiterhin zum Einsatz. Opera und Chrome für Mac lungern hier auch noch auf der Platte rum, aber eigentlich nur zu Testzwecken. Und nun, liebe Firefox-Jünger, hackt bitte auf mir rum .. Freitag, 4. Dezember 2009Googles neuer DNS Service ist da
Wie Ihr sicherlich schon auf den gängigen IT-News Seiten gelesen habt, betreibt Google jetzt einen eigenen DNS Service. Das Ziel dessen ist es das Internet sicherer und performanter zu machen. Der Service selbst ist nur ein Resolver Dienst, d.h. er gibt die eigentlichen Anfragen an die authorisierten DNS Server der angefragten Domain (DNS SOA) weiter und merkt sich dann die Antwort. Somit ist es nicht möglich, sich bei Google eine eigenen DNS Zone anzulegen, wie das zum Beispiel bei DynDNS der Fall ist.
Unsere ersten Test's ergaben, dass die Antwortzeiten vor allem bei ausländischen Seiten um etwa 20%-40% schneller sind. Dies scheint aus dem guten Netzwerk zu resultieren, das sich Google mittlerweile aufgebaut hat. Einem Testbetrieb der Google DNS Server steht somit erst einmal nichts im Weg. Vielleicht könnt Ihr uns eure ersten Erfahrungen der Google DNS Server mitteilen?! Das Skript, welches ich zum testen gebaut habe, findet Ihr hier: dns_test.sh Es macht nicht's anderes, als eine paar Domains mehrmals hintereinander erst auf den Google DNS und dann auf den eigenen DNS Server aufzulösen. Die daraus resultierenden Durchschnittswerte werden dann ausgegegben. Samstag, 28. November 200915 Wave Invitations left
Falls es noch Leute da draussen gibt, die gern Wave testen möchten und dies mangels eines Zuganges nicht dürfen, vergebe ich gern meine 15 verbleibenden Invites.
Bei Interesse also einfach via Kommentar hier oder auf Twitter einen Hinweis geben. Solange der Vorrat reicht, wie man so schön sagt. Anschließend könnt ihr mich natürlich gern via robmin1337{at}googlewave.com adden und Wave testen. Ich selbst kann damit weiterhin nicht sonderlich viel anfangen, wie ich hier auch schon geschrieben hatte.
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