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Erfahrungsbericht 2011: Die 3 häufigsten Troubleshoots

Die Sache mit dem Software-RAID
Häufig erreichen uns Anfragen von Rootserver-Betreibern, deren System ausgefallen ist. Die häufigste Ursache im letzten Jahr waren mit Abstand defekte Festplatten im Zusammenhang mit einem Software-RAID. Denn wenn hier eine Platte ausfällt, ist guter Rat teuer - besonders wenn es die primäre Systemplatte (i.d.R. /dev/sda) betrifft. Denn dann bootet das System einfach nicht mehr und die Nutzer fürchten einen kompletten Verlust ihrer Daten.

Die Betreiber der Rootserver verweisen dann oft einfach auf das Rescue-System. Das hilft den meisten Nutzern aber nicht weiter, da der Server meist via Plesk oder einer anderen Management-Software betreut wird und der Umgang mit der Konsole problematisch ist. Hier kommen wir gern im Rahmen von Consulting ins Spiel und "retten" das System bzw. koordinieren den Ersatz der Festplatte mit dem ISP, indem wir die Seriennummer der defekten oder intakten Platte übermitteln. Außerdem bieten wir dem Kunden auf Wunsch ein Backup seiner Daten von der noch intakten Platte auf unser Backup-System an.

Nach dem Austausch der defekten Platte binden wir die neue Platte dann wieder via mdadm in das Software-RAID ein, so dass nach erfolgter Synchronisation das System wieder sicher z.B. mit einem RAID1 unterwegs ist.

Es gibt aber auch Fälle, wo einfach nicht bemerkt wird, dass eine Platte defekt ist. Denn nicht immer erkennt man derartige Problem in Plesk oder anderen Tools. Dann kommt es unter Umständen zum totalen Datenverlust, wenn kein Backup verfügbar ist und die andere Platte auch noch ausfällt.

Abhilfe schaffen wir hier mit unserem "managed Root" sowie "managed Backup" Angebot.

Die Sache mit dem LVM
Ebenfalls auffallend häufig gab es Anfragen zu LVM, und zwar größtenteils dank 1&1. Dort werden die Rootserver offenbar mit einem Setup ausgeliefert, wo die /var Partition nur rund 4 GB groß ist. Hier stoßen viele User schnell an die Grenze, so dass keine weiteren Daten mehr gespeichert werden können und der Server generell Probleme macht, da er keine Logs mehr nach /var/log schreiben kann.

Auch hier übernehmen wir gern die Vergrößerung des Volume sowie des Filesystems und passen die Größe individuell je nach Wunsch und freiem Festplattenplatz ab.

Und dann noch die Sache mit den Mails
E-Mail ist weiterhin die beliebteste Art der Kommunikation. Daher möchte natürlich jeder Besitzer einer Domain auch eine Adresse @domainname.de nutzen. In der Praxis ist die Konfiguration und Wartung eines Mailservers allerdings ein sehr komplexer Vorgang (sofern man keine fertigen Lösungen installiert). Auch macht der eigene Mailserver nicht immer Sinn, denn wegen 3 Mailaccounts auf dem eigenen Server eine komplette Mailserver-Lösung, wie z.B. bei uns im Blog bereits beschrieben, zu installieren, ist oft "Overkill". Mit Antispam und Antivirus etc. verbraucht so ein Mailsystem nämlich jede Menge Ressourcen.

Einzelne Mailaccounts und selbst fertige managed Mailserver können Sie ebenfalls direkt bei uns mieten.

Unser Fazit
Für viele Nutzer ist eben tatsächlich ein managed Server die bessere Wahl, auch wenn dort die monatlichen Kosten ein wenig höher sind. Gern beraten wir Sie zur optimalen Lösung.


Dieser Eintrag wurde geschrieben von Robert Klikics am Freitag, 13. Januar 2012 um 18:34.
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